Lange haben wir einen passenden Rüden für unsere Aska, gesucht. Immer wieder wurde hin und her überlegt, der Gedanke an bestimmte Rüden verworfen und doch wieder aufgenommen. Denn der Vater unseres B-Wurfes sollte nicht nur schön und leistungsstark, sondern vor allem gesund und einwandfrei im Wesen sein.
Bei näherem Hinschauen stach hierbei besonders "Corry von der Jagdstätte" hervor. Zum Beispiel in Sachen Gesundheit, denn er und alle seine Geschwister wurden auf HD geröntgt und ohne Ausnahme mit HD-normal ausgewertet. Aber auch die jagdlichen Leistungen waren durchweg positiv. Corry wurde auf vielen Prüfungen geführt und war stets erfolgreich. Nun fehlt eigentlich nur noch die Schönheit, aber von Fehlen kann gar keine Rede sein, denn Corry hat nicht nur den Dt. Ch. (VDH), sondern war 1999 auch Vereinssieger.
Als wir uns dann im September 2002 auch noch live von seinem liebenswerten Charakter überzeugen konnten, stand die Entscheidung fest. Es passt einfach alles, da unsere Aska ebenfalls aus einer leistungsorientierten Linie stammt und sehr leichtführig und umgänglich ist.
Die Welpen aus dieser Verbindung werden also voraussichtlich sowohl hervorragende Familienhunde, als auch sehr gute Jagdhunde sein.

Ja, und jetzt ist es endlich auch soweit: wir erwarten unseren B-Wurf. 
Wenn alles gut geht, dann wird er im Juni 2003 fallen. Die Vorbereitung dazu war wie immer ein bisschen stressig ... aber diesmal ein kleines Bisschen mehr stressig. Aska hat sich nämlich überlegt, dass sie ihre Hitze um einen Monat vorverlegen will. Und dabei war alles so gut geplant ...
Als uns die Tierärztin dann sagte, dass es soweit sei, haben wir die Taschen gepackt und sind an einem sonnigen Sonntagmorgen in den hohen Norden gefahren.

Was uns begeistert hat, hat unsere Aska scheinbar ziemlich kalt gelassen und dies zeigte sie auch dem Rüden. So fuhren wir am nächsten Mittag unverrichteter Dinge wieder Richtung Heimat (das Wetter war immer noch sonnig und warm ... jede Strecke 5 Stunden Autofahrt ... das ist doch eigentlich nicht fair).


Glücklicherweise war das Wetter (wie auch die Stimmung) bei der 2. Abfahrt am Mittwochabend hervorragend, denn wir brauchten gute Laune,

als uns nach 30 km unser Auto im Stich ließ. Glück im Unglück: Wir haben es geschafft, dass das Auto noch am selben Abend repariert worden ist! Beim 3. Anlauf sind wir dann an einem wunderschönen Gründonnerstagmorgen wohlbehalten im Norden angekommen. Aber im Gegenteil zu uns, fand unsere Aska den Zeitpunkt immer noch recht unpassend. Scheinbar war ihr Ostern lieber ... uns nicht! Aber was soll man machen.
Nächste Versuche am Karfreitag brachten auch keinen Erfolg.
Am Samstagnachmittag einigten wir uns dann schon ziemlich verzweifelt mit der Rüdenbesitzerin (Danke für die schöne Zeit, Eva), dass wir den Rest von Ostern dann doch bei unseren Eltern verbringen werden und wir uns am Ostermontag wiedersehen wollen.
Scheinbar wollte dies unsere Aska dann doch nicht zulassen, denn praktisch im Moment der Verabschiedung, zwischen Tür und Angel, war es soweit. Die beiden hingen.
Und das schon eine Woche nach der vom Tierarzt prognostizierten Deckbereitschaft unserer Aska.
 
Aber was soll ich sagen: Die Mühe hat sich gelohnt und somit können wir glücklich das erste Foto unseres B-Wurfs veröffentlichen ... mit etwas Fantasie kann man sogar etwas erkennen. Wir haben dazu übrigens den Tierarzt gewechselt!
Nun langsam wird es ernst ... seit dem Belegen sind nun schon 60 Tage vergangen.
In der Zwischenzeit wurde eine weitere Wurfkiste gezimmert, aufgebaut und das Welpenzimmer hergerichtet. Frauchen hat ihr Schlafzimmer verlegt und schläft jetzt auf einem Notbett gleich neben der Wurfkiste, denn keiner weiß, wann es wirklich losgeht.
Die letzten Wochen sind wie immer eine Geduldsprobe. Jeder Tag wird gezählt ... und so sehr man es sich auch wünscht, die Zeit vergeht einfach nicht schneller.
Aska geht es auch nicht besser. Bei den hohen Temperaturen in den letzten Tagen hat sie sich des Öfteren ins kühle Haus zurückgezogen, um sich dort etwas auszuruhen. Doch viel Ruhe lassen ihr die Kleinen im Bauch schon seit einigen Tagen nicht mehr, vor allem nachts trampeln und stoßen sie schon richtig kräftig. Und wenn man die Hand ganz leicht auf ihren Bauch legt, kann man auch spüren, wie sie sich bewegen.
Endlich, nach langem Warten und Bangen ist nun am 22.6.2003 unser B-Wurf auf die Welt gekommen. 7 Sonntagswelpen erblickten an diesem Tag das Licht der Welt.
Aska hatte ganz schön zu tun, als um 9.02 Uhr morgens der erste Rüde, ausgerechnet auch noch der größte, das Licht der Welt erblickte. Aber sie hat es geschafft und auch die nachfolgenden 2 Rüden und 4 Hündinnen hat sie ohne große Probleme auf die Welt gebracht.
Danach war sie fix und fertig und trotzdem kümmerte sie sich ganz liebevoll um ihre Kleinen. Immer wieder wurden sie geputzt und geleckt, auch wenn ihnen das überhaupt nicht gefiel, was sie durch ihr lautes Schreien deutlich kund taten. Aber Sauberkeit muss eben sein...

Mittlerweile hat Aska sich von den Geburtsanstrengungen wieder erholt und lässt ihre 5 Tage alten Welpen auch schon mal für kurze Zeit allein. Wenn also die Hundemama gerade mal nicht in der Kiste ist, so probieren die kleinen Hundebabys schon zu bellen. Was ihnen zwar noch nicht so recht gelingen will, aber aller Anfang ist eben schwer. Leider hat ein kleines Mädchen die ersten kritischen Tage nicht überlebt, so dass wir nun nur noch 6 kleine rote Zwerge haben. 

Denen aber geht es super, sie nehmen täglich an Gewicht und Größe zu.



Ja ja, >sie nehmen täglich an Gewicht und Größe zu< ... das kann man wohl sagen. In der Zwischenzeit
wurde nämlich die 5 kg Grenze erreicht und so ist es ja mal an der Zeit, ein Gruppenfoto zu veröffentlichen. Dürfen wir vorstellen: (von links) Byron, Barnaby, Bilby, Braydee, Breeze und Bailee.

So schnell vergeht die Zeit. Kaum haben die Kleinen die 5 kg Grenze überschritten, geht es in riesigen Schritten auf die 6 kg zu, dann auf die 7 kg und so weiter. In der Zwischenzeit wurde auch schon der ganze Garten erobert. Ja, wie auch in unserem Leben: Wo gehobelt wird, fallen Späne ... wobei die Späne in diesem speziellen Fall wohl die Gartenpflanzen sind. Aber irgendwann
wachsen diese ja auch wieder nach - hoffentlich!
Wasserscheu sind sie auch nicht. Spätestens seit die Welpen den Gartenteich entdeckt haben, ist er ein Objekt größter Begierde. Zum Anfang waren die Annäherungsversuche ja noch etwas vorsichtig, aber es dauert natürlich nicht lange, bis der Erste mit seinen tolpatschigen Füßchen das feuchte Nass erreicht. Begeistert waren sie aber noch nicht so richtig und den meisten war ein neugieriger Blick genug.
Und so wähnten wir unsere Wasserpflanzen sicher, was sich aber doch irgendwie als Irrtum herausstellte ...
Eines schönen Tages begab es sich nämlich, dass unsere Bailee sich in die Fluten stürzte, um gemütlich eine Runde um die Pumpe zu drehen ... und sich dabei natürlich eine Schwimmpflanze zu angeln. Rechts übrigens ein Überlebender des Teichterrors - Gestatten: Albert, ein Goldfisch.
Inzwischen haben alle Welpen ein schönes neues Zuhause gefunden, auch wenn der Abschied immer wieder sehr schwer fällt.
Man begleitet ein kleines Lebewesen von der Geburt an zu den ersten tolpatschigen Schritte seines neuen, hoffentlich erfüllten und glücklichen Lebens. Wir haben (wie wir denken und hoffen) das Beste dazu getan und nun sind die neuen Herrchen und Frauchen an der Reihe - wir wünschen auf jeden Fall allen viel Freude mit ihrem 'Eyecatcher'.
 



Corry von der Jagdstätte
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Lord's Shelter Aksa
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